12 Wochen – 12 Filme (Spring ’18 Edition)

Das Team von "Ready Player One" um Steven Spielberg (links) bei der Comic Con. Der Film schürt große Erwartungen.

Wieder hat ein neues Semester begonnen, und damit auch ein Kinojahr. Das Programm der kommenden drei Monate bietet Dramen, Abenteuer und Blockbuster, welche die verschiedensten Geschichten erzählen. Cineasten und Kinobesucher, die einfach nur einen guten Film genießen wollen, können sich also auf eine große Auswahl freuen.

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15. Februar – Black Panther

Der Februar beginnt mit einem Blockbuster aus dem Haus der Maus (Disney). Vorgestellt wird der Marvel-Superheld Black Panther, der schon in Captain America: Civil War eine Rolle spielt. Der Superheld ist das Alter Ego von T‘Challa, dem König des in Afrika gelegenen Fantasiestaates Wakanda. Dieser muss sich in seiner neuen Doppelrolle als König und Held zurechtfinden, um die Unruhen in und um sein Königreich zu bewältigen.

Schon der Trailer wirkt ernsthafter, actionreicher und futuristischer als die Heldenfilme des vergangenen Jahres. Chadwick Boseman (42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende) spielt Marvels ersten schwarzen Superhelden an der Seite von Michael B. Jordan (Creed: Rocky’s Legacy) und Lupita Nyong’o (12 Years a Slave). Mit dem schwedischen Komponisten Ludwig Göransson (Get out) und dem Regisseur Ryan Coogler, die gemeinsam an Creed: Rocky’s Legacy gearbeitet haben, setzt Marvel auf spannende, neue Gesichter.

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15. Februar – Shape of Water – Das Flüstern des Wassers

Mit dem mystisch-fantastisch anmutendem Film The Shape of Water sicherte sich Guillermo del Toro (Pan’s Labyrinth) schon jetzt dreizehn Oscar-Nominierungen. Seine Regie und die Musik von Alexandre Desplat (The King’s Speech) wurde außerdem mit zwei Golden Globes ausgezeichnet. Der Film erzählt die Geschichte der tauben Elisa Esposito (Sally Hawkins, Paddington), die in den 1960ern als Hausmeisterin in einem geheimen Regierungslabor arbeitet. Dort macht sie Bekanntschaft mit einer amphiben Kreatur (Doug Jones, Pan’s Labyrinth), mit der sie sich verständigen kann und eine besondere Beziehung aufbaut. Mit dabei ist die Oscar-Preisträgerin Octavia Spencer (Hidden Figures). Guillermo del Toro erzählt ein märchenhaftes Abenteuer, welches die in den letzten Jahren so oft angeklagte Ideenlosigkeit Hollywoods negiert.

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22. Februar – Die Verlegerin (The Post)

Spielberg, die Erste: Ein Trio aus der Traumfabrik, welches keinen Zweifel an der Qualität seiner Filme aufkommen lässt, sind Regisseur Steven Spielberg (Bridge of Spies), Schauspielerin Meryl Streep (Florence Foster Jenkins) und ihr Kollege Tom Hanks (Sully).

Passend zu den aktuellen Spannungen zwischen Presse und Regierung der Vereinigten Staaten erzählt The Post von der ersten weiblichen Verlegerin der Washington Post Katharine Graham. Diese legt sich mit der Regierung an, die um jeden Preis Geheimnisse aus dem Vietnamkrieg vertuschen will. Spielbergs Lieblingskomponist John Williams (Star Wars) rundet das Ganze musikalisch ab.

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1. März – Red Sparrow

Ebenfalls hochkarätig besetzt, doch von einer gänzlich anderen Stimmung, ist der Thriller Red Sparrow. Dominika Egorova (Jennifer Lawrence, Passengers) wird nach dem Ende ihrer Ballettkarriere an einer russischen Schule zur gefährlichen Top-Spionin ausgebildet. Auf einer Mission trifft sie auf den CIA-Agenten Nathaniel Nash (Joel Edgerton, Der Große Gatsby). Es entwickelt sich ein Spionage-Thriller, dessen Buchvorlage für seine akkurate und detaillierte Darstellung des Agenten-Alltags von der CIA gelobt wurde.

Regie führt Francis Lawrence, der mit Jennifer Lawrence schon gemeinsam an der Filmreihe Die Tribute von Panem arbeitet, der Score stammt vom vielfach prämierten Komponisten James Newton Howard (Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind).

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15. März – Tomb Raider

Actionreich, aber vermutlich weniger innovativ, geht es auch in der Neuverfilmung von Tomb Raider zu. Alicia Vikander (The Danish Girl) tritt in die Fußstapfen von Angelina Jolie, der ersten Lara Croft-Darstellerin. Auch das Reboot basiert auf einem Videospiel und erzählt die Geschichte von Lara Crofts erster Mission. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen sowie reichlich Handfeuerwaffen tritt die Archäologin in die Fußstapfen ihres verschwundenen Vaters (Dominic West, The Wire) und begibt sich auf die Suche nach einer geheimen Gruft. Ihre Mission: In Indiana Jones-Manier die Welt retten. Kurzweiliges Popcorn-Kino mit einer starken Hauptdarstellerin.

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22. März – I, Tonya

Einen Monat nach den Olympischen Winterspielen flimmert das Biopic I, Tonya über die Leinwand. Margot Robbie (The Wolf of Wall Street) spielt die erfolgreiche amerikanische Eiskunstläuferin Tonya Harding. Der Trailer präsentiert den Film laut und schrill und lässt vermuten, dass auch die vierte Wand häufig gebrochen wird – nicht unbedingt das, was man mit dem eleganten Sport des Eistanzens verbinden würde. Dennoch, oder gerade deswegen, wurde der in den USA bereits veröffentlichte Film positiv angenommen und ist dreimalig Oscar-nominiert.

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29. März – Vor uns das Meer (The Mercy)

Ein weiteres biographisches Drama kommt eine Woche später mit Vor uns das Meer in die Kinos. Der britische, hochkarätig besetzte Film erzählt die Geschichte von Donald Crowhurst. Colin Firth (The King’s Speech) spielt den Amateur-Segler, der allein in einem Segelboot die Erde umrunden will, während seine Frau (Rachel Weisz, Meine Cousine Rachel) und Kinder in England auf ihn warten. Regisseur James Marsh (Die Entdeckung der Unendlichkeit) versucht die Mysterien in Szene zu setzen, die Crowhursts Reise immer noch umgeben. Zur Atmosphäre tragen neben dem Score von Jóhann Jóhannsson (Die Entdeckung der Unendlichkeit) auch die Besetzung und die generelle Qualität britischer Dramen bei.

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5. April – Das Zeiträtsel (A Wrinkle in Time)

Der April beginnt märchenhaft, mit der Disney-Verfilmung von Madeleine L’Engles Roman A Wrinkle in Time. Das Mädchen Meg (Storm Reid, 12 Years A Slave) begibt sich gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder (Deric McCabe) und einem Freund (Levi Miller, Pan) auf die Suche nach ihrem Vater (Chris Pine, Star Trek: Beyond). Der Physiker ist einer rätselhaften Energie auf der Spur, die die Erde bedroht. Auf ihrer Suche werden die Freunde von drei überirdischen Wesen (Reese Witherspoon, Oprah Winfrey und Mindy Kaling) unterstützt.

Neben einer fesselnden Geschichte verspricht der Film eine glänzende Besetzung, mit Ava DuVernay (Selma) eine vielversprechende Regisseurin, und einen mitreißenden Score von Ramin Djawadi (Game of Thrones).

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5. April – Ready Player One

Spielberg, die Zweite: Am gleichen Tag erscheint auch die Verfilmung eines jüngeren Romans – Ready Player One von Ernest Cline. In einer nahen dystopischen Zukunft ist die OASIS, ein über virtuelle Realität zugängliches Universum, der einzige Zufluchtsort in einer verschmutzten und überbevölkerten Welt. Als der Erfinder der OASIS (Mark Rylance, Dunkirk) ohne einen Erben stirbt, hinterlässt er in der virtuellen Welt ein verstecktes Spiel, dessen Gewinner sein Vermögen erben soll. Wade Watts (Tye Sheridan, X-Men Apocalypse) macht sich auf die Suche nach den versteckten hinweisen und begegnet dabei dem Avatar Art3mis (Olivia Cooke, The Limehouse Golem). Während die beiden mit Gleichgesinnten um den Preis wetteifern, wird die Existenz der OASIS vom Unternehmen IOI bedroht.

Steven Spielberg führt die Regie des futuristischen Abenteuers, dessen Score von Alan Silvestri (The Avengers) komponiert wird. Wer sich davor schon auf ein paar popkulturelle Easter Eggs vorbereiten möchte, dem sei auch die Buchvorlage wärmstens empfohlen.

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5. April – Goodbye Christopher Robin

In den Nachwehen des Zweiten Weltkrieges wird der Autor A.A. Milne (Domhnall Gleeson, Ex Machina) durch seinen Sohn (Will Tiltson und Alex Lawther) inspiriert, den Hundertmorgenwald und seine Bewohner zu erschaffen – Die Geschichte um Winnie-the-Pooh wurde weltbekannt. Das britische Drama versprüht eine warme und freundliche Atmosphäre; Simon Curtis (Die Frau in Gold) schafft einen Film mit Musik von Carter Burwell (Carol), der Unterhaltung mit einer tieferen Botschaft verbindet.

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19. April – Lady Bird

Mit zwei Golden Globes und fünf Oscar-Nominierungen gehört das komödiantische Coming-of-Age Drama Lady Bird zu den diesjährigen Lieblingen der Award-Saison. In Greta Gerwigs (bekannt als Schauspielerin aus Jackie: Die First Lady) zweiter Regie, wird die siebzehnjährige Lady Bird (Saoirse Ronan, Brooklyn) in Sacramento erwachsen und sucht als künstlerisch veranlagte junge Frau ihren Platz in der Welt. Eine wichtige Rolle spielen dabei ihre Eltern (Laurie Metcalf und Tracy Letts), Freunde und Liebe.

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26. April – The Avengers: Infinity War

Das Semester endet wie es begonnen hat: Mit Superhelden. Infinity War ist die Klimax der dritten Phase des Marvel Cinematic Universe, in der die Avengers zum ersten Mal auf die Guardians of the Galaxy treffen. Sie müssen sich verbünden, um den Bösewicht Thanos (Josh Brolin, No Country for Old Men) zu bekämpfen. Der Titan sucht die Infinity Stones, um allmächtig zu werden. Infinity War ist der erste von zwei Teilen, in denen alle von Marvel eingeführten Superhelden aufeinandertreffen. Regie führen die Brüder Joe und Anthony Russo, die auch The Return of the First Avenger und The First Avenger: Civil War übernommen hatten. An Alan Silvestri, der auch schon für The Avengers zuständig war, ist es, die Superhelden auch musikalisch zu vereinen.

Das kommende Semester wird also nicht nur politisch, sondern auch cineastisch spannend!

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